Der Film und seine Geschichte
Der Film ist aus unserer heutigen Zeit als eine wichtige Kunstform nicht mehr wegzudenken, dass die Anfänge des Films sich jedoch bereits im 17. Jahrhundert fanden, ist nur den wenigsten bekannt. Damals gab es die erste Vorführung mit der Laterna magica. Bilder konnten mit dem Gerät an die Wand geworfen werden, sofern sie auf Glasplatten gemalt wurden. Somit arbeitete die Laterna magica ähnlich einem Diaprojektor, die Bewegung wurde jedoch noch manuell in die Bilder gebracht.
Danach folgten noch zahlreiche weitere Entwicklungen, die nicht selten auf der Fotografie basierten, die bereits im 16. Jahrhundert erstmals eingesetzt wurde. Den Höhepunkt fand die Entwicklung des Films gegen Ende des 19. Jahrhunderts. So entwickelte William K. L. Dickson 1891 im Betrieb von Thomas Alva Edison den Kinetographen und das Kinetoskop. Dabei handelte es sich um ein Filmaufnahme- und ein Filmbetrachtungsgerät. Beide funktionierten mit einem Zelluloidstreifen, der am Objektiv vorbeigeführt wurde, allerdings konnte das Kinetoskop nur von einem einzigen Zuschauer genutzt werden.
Die Zeit der Stummfilme
Erstmals begann eine Filmvorführung im Jahre 1895, kurze Zeit später stellten die Brüder Lumiére ihren Cinématographen vor, ein Gerät, welches Filme aufnehmen und gleichzeitig wiedergeben konnte. Ursprünglich nur wenigen Menschen vorbehalten,wurden die Filme nur in den Varieté Theatern vorgeführt, später hingegen wurden sie an Schausteller verkauft, die schon bald zu fahrenden Kinos wurden.
Somit entwickelten sich bald auch die ersten örtlichen Kinos, die in Deutschland als Kintöppe bekannt waren. Zunächst wurden nur sehr kurze Filme gedreht, anfänglich zeigten diese lediglich Alltagssituationen. Doch bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auch erkannt, dass der Film an sich erzählen konnte, die ersten inszenierten Filme wurden gedreht.
Seit etwa 1910 wurden die ersten Filmemacher in Hollywood ansässig, darunter William Fox oder Samuel Goldwyn, die noch heute einen Namen in der Traumfabrik haben. Damals war vor allem das sonnige Wetter entscheidend, da Tageslicht bedeutend für die Filmproduktion war. Zunächst fanden sich also lediglich die Stummfilme, die als kleine Komödien ihren Bekanntheitsgrad erzielten. Der bekannteste Vertreter dieser Zeit ist wohl Charlie Chaplin.
In Deutschland wurden gegen Ende des Ersten Weltkriegs die UFA-Studios gegründet, die eigentlich der Kriegspropaganda dienten, später auch für unterhaltende Filme eingesetzt wurden.
Vertonte Filme und Hollywood
Ab 1927 kam dann der Tonfilm. Erstmals in den USA produziert, stellte man die Filme immer häufiger auf die vertonte Variante um und auch alle anderen Filmemacher zogen nach. Die bekanntesten Filme aus Hollywood, wie „Vom Winde verweht“ wurden immer mehr mit dem heute obligatorischen Happy End gedreht, was den Bürgern Hoffnung in der damals herrschenden Wirtschaftskrise geben sollte.
Deutschland und Europa hingegen verloren die bekanntesten Filmemacher an das Ausland, da es oft Juden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Filmmaterial in den USA immer mehr zur Propaganda gegen den Nationalsozialismus eingesetzt. Wichtige Größen, die hier mitwirkten, waren Charlie Chaplin und Walt Disney.
Weitere Entwicklungen
In der Nachkriegszeit kamen im Bereich Film unzählige Neuerungen auf den Markt, eine davon war das Fernsehen, das den Kinos Konkurrenz machte, eine andere der Farbfilm. In den 1980er und 1990er Jahren dann wurden immer weitere Entwicklungen erzielt. Heimkinosysteme, die damals aus Videorecordern bestanden, brachten das Kino nach Hause und die Kinos wurden zu Eventkinos, um sich gegen die heimische Konkurrenz durchsetzen zu können.
Ebenfalls wurde das Musikvideo immer wichtiger in dieser Zeit. Die computeranimierten Trickfilme wurden bereits erstmals in den 1980er Jahren entwickelt, feierten ihren Durchbruch jedoch erst deutlich später. Vermehrt wurden auch die teuren Special Effects beim Film eingesetzt, um die Zuschauer noch besser mitreißen zu können.